Das Aktionsfeld
Hier findest du alles,
um mit uns aktiv zu werden.
Das Rolltor quietscht, Licht flutet herein – du betrittst das Aktionsfeld. Für die verschiedenen Phasen des Prozesses stehen weite Flächen, modulare Bühnen, kleine Zelte, Gesprächsinseln und improvisierte Rückzugsorte zur Verfügung. Einige Areale sind gerade in Vorbereitung, andere tragen noch die Spuren vergangener Versuche: farbige Markierungen, halbe Gerüste gesellschaftlicher Normen und Gedankenkabel zum Aufbau von Verbindungen.

Aktionsorte
Wir realisieren Projekte an ganz unterschiedlichen Orten mit verschiedenen Menschen und Institutionen. Erfahre hier, wo wir überall aktiv werden können.
Diese Übersicht beschreibt Beispiele von Kontexten, in denen wir bereits Formate realisiert haben, Ideen haben oder glauben, dass unsere Perspektiven hilfreich sein können. Falls du uns für einen Kontext anfragen willst, der hier nicht beschrieben ist: Wir sind offen und neugierig auf alle Orte, die neue Geschichten für die Zukunft erproben möchten!
Wandel-Initiativen
Wir unterstützen Initiativen, die im Kontext von gesellschaftlichem Wandel aktiv sind und ihre Visionen für eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft erlebbar machen und weiterentwickeln möchten. Gemeinsam gestalten wir Formate und bauen Testfelder.
Konferenzen
Wir übersetzen Diskussionen über zukünftige Entwicklungen in erfahrbare Formate. Teilnehmer:innnen können Thesen, Visionen und Szenarien nicht nur diskutieren, sondern gemeinsam durchspielen und weiterentwickeln.
Festivals
Festivals als Orte einer temporären Utopie erleichtern es, gemeinsam über mögliche Zukünfte nachzudenken und Ideen abgelöst von Konventionen des Alltags zu erproben. Mit unseren Formaten laden wir auf Festivals dazu ein.
Nachbarschaften
Wir unterstützen Nachbarschafts-Initiativen dabei, lang ersehnte Projekte in Bewegung zu bringen – auch wenn sie noch nicht kommunal oder institutionell geplant sind. Oft gelingt es mit ungewöhnlichen Formaten, gemeinschaftlich Dinge vorwegzunehmen, die im Alltagsdenken schwierig und voller Hindernisse scheinen.
Beteiligungsprozesse
Wir gestalten Formate, in denen Bürger:innen wünschenswerte Zukünfte für ihre Kommune entwickeln und erproben können. Komplexe Themen werden erfahrbar, Perspektiven kommen in Austausch und mögliche Entwicklungen lassen sich probeweise durchspielen.
Aktivismus
Gruppen, die aktivistisch für eine lebenswerte Zukunft einstehen, unterstützen wir bei der Entwicklung neuer Aktionsformen. Gemeinsam experimentieren wir mit spielerischen und performativen Haltungen, die dabei helfen können, gesellschaftliche Veränderungen temporär vorwegzunehmen.

Formate
Hier findest du unsere Formate, die mit ihren grundlegenden Konzeptionen und Methoden die Grundlage für unsere Projekte bilden.

Gesprächsräume
Unsere Gesprächsräume sind inszenierte und interaktive Räume, die neue Möglichkeiten des Austauschs bieten. Durch eine künstlerische und szenografische Gestaltung brechen sie bestehende Konventionen auf, verändern Erwartungen, Gesprächsdynamiken und Hierarchien und laden zu neuen Formen des Austausches ein. Objekte, kleine Handlungsimpulse oder fiktionale Elemente regen dazu an, auch jenseits von Worten in Austausch zu kommen. Das hilft dabei, Denkweisen vom Alltag abzulösen und ermöglicht Momente des Austauschs, die nicht nur über den Kopf, sondern auch über den Körper und die Emotionen funktionieren.

Für welche Gruppen?
Möglich sind Gesprächsräume für kleine Gruppen von Menschen, die sich bereits kennen bis hin zu großen Gesprächsformaten mit hundert Menschen oder mehr, die sich noch nie begegnet sind.
Für welche Dauer?
Kurze Gesprächsimpulse von ca. 30 Minuten bis hin zu aufeinander aufbauenden Gesprächsräumen über mehrere Tage.
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Workshops
Inhaltliche Workshops
Mit dem Körper verstehen wir besser. Während wir in den Gesprächsräumen vor allem zum gemeinsamen Denken einladen, bieten unsere Workshops die Möglichkeit, über körperbasierte Übungen, theaterpädagogische Methoden und kollektive Experimente, individuelle und kollektive Visionen und Glaubenssätze, Konventionen und Normen verkörpert zu erfahren und in etwas Neues zu verwandeln.
Methodische Workshops
In unseren methodischen Workshops vermitteln wir die Methoden, mit denen wir arbeiten und geben Impulse zur Umsetzung in der eigenen Lebenswirklichkeit. Zudem begleiten wir Gruppen bei der Einbindung von künstlerisch und erfahrungsbasierten Methoden in eigene Projekte und bei der Entwicklung neuer Aktionsformen.

Für welche Gruppen?
Wir können unsere Workshops je nach Konzeption für bereits bestehende Gruppen gestalten oder auch für Gruppen, die sich nur für diesen Zweck finden. Die optimale Gruppengröße liegt zwischen 4 und 20 Personen.
Für welche Dauer?
Möglich sind Impuls-Workshops ab einer Stunde bis hin zu mehrtägigen Workshops, die inhaltlich in die Tiefe gehen.
Mehr Hintergrundwissen:
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Preenactments
Das Wort Preenactment bezeichnet das temporäre Vorwegnehmen zukünftiger Ereignisse, die noch nicht geschehen sind. In diesem Format inszenieren wir mithilfe einer künstlerischen Rahmung eine fiktive Realität: Wir verändern kleine Details vor Ort, erfinden Hintergrundgeschichten, erstellen Dokumente und Material, mit denen ungewöhnliche Aktionen möglich sind, und stellen neue Spielregeln und Handlungsmöglichkeiten auf, zu denen wir die Menschen einladen. Damit schaffen wir einen Fiktionsvertrag zwischen allen Beteiligten: Wir verabreden miteinander, uns für eine kurze Zeit gemeinsam in diese Räume zu begeben und diese als unsere temporäre Realität zu akzeptieren.


Potentiale & Besonderheiten
Preenactments bieten als besondere Spielformate einen konsequenzverminderten Rahmen, der es ermöglicht, Entscheidungen durchzuspielen und Konsequenzen in einem sicheren Rahmen zu beobachten und zu erfahren. Es wird möglich, Risiken einzugehen und ins Handeln zu kommen, ohne vorher zu wissen, was passieren wird. Die Spielfelder bieten einen Raum für Fehler und Unperfektes. Sie ermöglichen ein experimentelles Vorstoßen zu neuen Erinnerungen. So ermöglicht es dieses Format, aus dem Reden und Durchdenken zu kommen, und im Testen und Ausprobieren neues Wissen zu generieren.
Für welche Gruppen?
Ein Preenactment lässt sich mit größeren Gruppen ab ca. 10 Menschen umsetzen. Nach oben hin gibt es grundätzlich kaum eine Grenze – mehrere hundert Menschen können potentiell daran teilnehmen.
Welche Dimensionen kann das haben?
Je nach Konzeption können wir Preenactments in einem geschützen Raum mit einer kleinen Gruppe gestalten bis hin zu großen Preenactments im öffentlichen Raum in einer Stadt oder ländlichen Region über mehrere Tage oder Wochen.
Was braucht es dafür?
Es ist sinnvoll, wenn eine Gruppe bereits ein Thema oder eine Vision einer zukünftigen Realität entwickelt hat, die als Grundlage für das Preenactment dienen kann. Im Anschluss ist ein Reflexionsformat sinnvoll, um Erlebnisse und Erkenntnisse zu integrieren.
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Projekte
Hier findest du unsere aktuellen und vergangenen Projekte, die wir seit Gründung des Zentrums realisiert haben.

Aktuelle Projekte
Hier findest du unsere Projekte, die aktuell laufen oder bald stattfinden werden. Wenn du Fragen zu einem konkreten Projekt hast, schreib uns gerne. Bei einigen Preenactments kannst du sofort einsteigen und Teil der zukünftigen Realität werden, die gerade jetzt in diesem Moment existiert.

Vergangene Projekte
Hier findest du eine Dokumentation unserer bisherigen Projekte. Wenn Du mehr über einzelne Projekte wissen möchtest oder eines der Projekte in deinem Umfeld so oder ähnlich noch einmal durchführen möchtest, schreib uns einfach eine kurze Nachricht und wir sehen, was möglich ist.
Preenactment
Rübezahl Festival
Emskirchen
15. – 17. August 2025
Auf dem Rübezahl Festival haben wir ein Preenactment zum Thema Warten durchgeführt. Die Festivalbesucher:innen konnten nach einem Übergang in die zukünftige Realität ein gelbes Armband erwerben, durch das sie sich für andere Beteiligte als Teil dieser Realität kenntlich gemacht haben. Alle Beteiligten mit gelbem Armband konnten an diesem Wochenende das Warten neu verhandeln – nach ganz neuen Prinzipien statt dem gewohnten „ich war zuerst da“.
Workshop
Rübezahl Festival
Emskirchen
17. August 2025
Das Rübezahl Festival hat uns eingeladen, einen zweistündigen Workshop durchzuführen, um den Festival-Teilnehmer:innen die Möglichkeit zu geben, sich mit der Methode des Preenactments vertraut zu machen. Entstanden ist ein konstruktiver und mutmachender Dialog mit interessierten Menschen.
Preenactment
Dear Future Festival
„Zukunft in Arbeit„
Dresden
12. – 24. Mai 2025
Im Rahmen der Dear Future Festivalwochen haben wir ein Preenactment zum Thema Zukunft in Arbeit duchgeführt. Für zwei Wochen lange gab es das fiktive Unternehmen Wunsch & Wirkung. Interessierte konnten sich Dokumente über unser „Unternehmen“ durchlesen und sich über ein Formular auf der Website der Festivalwochen als Teizeit-Utopist:innen bewerben. Gemeinsam wurde erprobt, wie Arbeit aussehen kann, wenn sie auf Vertrauen, Selbstbestimmung und gegenseitiger Fürsorge basiert.
Workshop
Kulturkomitee des Spielraum TPZ
Braunschweig
15. Februar 2025
Das Kulturkomitee, welches über das Angebot des Spielraum TPZ Braunschweig entscheidet, hat uns angefragt, einen internen Workhop zur adultismuskritischen Entscheidungsfindung zu erarbeiten und durchzuführen. An verschiedenen Stationen haben wir alternative Möglichkeiten ausprobiert, wie Entscheidungen getroffen werden können. Zum Abschluss wurde überlegt, welche Möglichkeiten oder Teilaspekte davon das Kulturkomitee und die einzelnen Entscheidungsträger:innen als wünschenswert erachten.
Preenactment
Utopie-Konferenz
Thema „Vertrauen„
Leuphana Universität Lüneburg
30. – 31. Mai 2024
Als Reaktion auf einen Open Call der Utopie-Konferenz wurden wir eingeladen, im Rahmen der Langen Nacht der Utopien ein Preenactment zum Thema Vertrauen durchzuführen. Bei uns konnten die Konferenz-Teilnehmer:innen ihre Zeitmessgeräte und Programmflyer abgeben, um die Konferenz ganz im Vertrauen zu erleben, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Alle konnten ein Ansteck-Pin mit der Aufschrift „vertrauenswürdig“ oder „vertrauensvoll“ sichtbar an ihrer Kleidung tragen, je nachdem ob sie sich für das Ablegen der Zeitmessgeräte oder als Ansprechperson für ebendiese Menschen zu fungieren, entschieden.
Workshop
Living Future Festival
Zusammen wachsen. Zu Samen werden.
Hullersen, Einbeck
30. Juli 2024
Wir wurden vom Living Future Festival eingeladen, unseren ersten Workshop
durchzuführen, um den interessierten Teilnehmenden die Potentiale von Preenactments als Aktionsform für gesellschaftlichen Wandel zu vermitteln.

Werkstatt
Hier liegen unfertige Ideen und Skizzen. Dinge, die noch zusammengebaut werden wollen, bevor sie aufs Aktionsfeld dürfen. Erfahre hier, welche Ideen du gemeinsam mit uns weiterentwickeln kannst.

Spiele-Entwicklung
Unsere Idee
Wir haben Lust, Spiele zu entwickeln, die neue Geschichten für ein gesellschaftliches Zusammenleben erfahrbar machen. Egal ob Brettspiele, Kartenspiele oder Escape Games – im Spielen können Dynamiken, Wechselwirkungen, Konsequenzen von Handlungen durch Ausprobieren durchdrungen werden. Wir haben erste Ideen, Themen und Spielmechaniken.
Mögliche Zusammenarbeit
Wir suchen Spielverlage, Entwickler:innen, Illustrator:innen, Stadtlabore, Schulen und einfach neugierige Menschen mit wichtigen Themen und Anliegen, die Lust haben, passende Übersetzungen von gesellschaftlichen Dynamiken in ein Spiel zu finden.

Wie kann ich diese Idee unterstützen?
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Fortbildung
Unsere Idee
Wir möchten eine Fortbildung entwickeln, die die individuelle und kollektive Vorstellungskraft trainiert und den Teilnehmenden die Möglichkeit gibt, über einen längeren Zeitraum eine eigene Vision für eine wünschenswerte Zukunft zu entwickeln. Im Anschluss unterstützen alle Teilnehmenden die Umsetzung der eigenen Vision in einem Preenactment, sodass die Teilnehmenden im Verlauf der Fortbildung die Entwicklung einer abstrakten Vision bis zum kollektiven Testen einer konkreten Zukunft erfahren.
Mögliche Zusammenarbeit
Wir suchen Zukunftsorte, Bildungseinrichtungen, Vereine und Institutionen oder auch einfach interessierte Menschen, die mit uns gemeinsam den Rahmen für eine Fortbildung entwickeln möchten.

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Festival der zukünftigen Realitäten
Unsere Idee
Eine Zukunftswerkstatt auf dem Marktplatz. Ein Preenactment im Park. Ein Gesprächsraum im alten Kino. Ein Spieltisch mitten im Alltag. Beim Festival der zukünftigen Realitäten sollen unsere Methoden dorthin gehen, wo Menschen sowieso schon sind. Offen, niedrigschwellig, mit Raum für kollektive Prozesse.
Mögliche Zusammenarbeit
Wir stellen uns vor, dieses Projekt mit mehreren anderen Organisationen und Kollektiven gemeinsam zu realisieren und suchen nach Kulturzentren, Quartiersbüros, Stadteilinitiativen, Performance-Gruppen und Architektur-Kollektiven, die Lust haben dieses Festival zu ermöglichen.

Wie kann ich diese Idee unterstützen?
Das klingt interessant?

Hier kommst du ins Labor zu den Ergebnissen, die auf dem Aktionsfeld entstanden sind:




